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Wrack Peltastis

Algemeine Daten über das Schiff / Wrack

 

 

 

Schiffstyp: Motorschiff 1.600 BRT.
Name des Schiffs: Peltastis (ex- Alsterpark)
Land: Griechenland
Gebaut: 6.März 1952 von W.Kremer und Sohn, Amshorn, Deutschland
Schiffsbesitzer: Weidtmann & Ballin, Hamburg. 1968.y. C.M. Sarlis. Piraeus, (GR)
Dimensionen: Länge= 60 m, Breite= 9,30 m, Höhe= 4,20 m
Gesunken: 18. Januar 1968
Grund für das Sinken: Sturm
Maximale Tiefe: 33 m
Minimum Tiefe: 6 m (obere Masten)
Sichtweite: ca. 10 - 15 Meter

  

Geschichte
Es geschah am 17. Januar 1968 in der Hafenstadt Rijeka. Ein Frachter wird mit Holz beladen. Es verläuft alles planmäßig. Die Besatzung besteht ausschließlich aus griechischen Matrosen und dem Kapitän. Ein kleiner Hund ist die einzige Abwechslung auf dem Schiff. Während des Beladens läuft er auf dem Frachter immer hin und her und bellt den Hebekran an, mit dem das Holz in den Rumpf des Schiffes verladen wird.

Die größte Havarie in der Kvarner Bucht. Am nächsten Morgen müssen alle Papiere bei dem Hafenkapitän abgegeben werden - und nichts steht mehr der geplanten Abfahrt am 19 Januar im Wege. Während der Erledigung der Formalitäten am 18. Januar werden immer wieder Warnungen vom kroatischen Wetteramt über den erwarteten BURA (östlicher Fallwind, der vom Festland auf´s Meer hinausbläst) abgesandt. Der Kapitän der Palestis entscheidet sich dennoch am 18. Januar in der Dämmerung auszulaufen, um dem erwarteten Sturm den Rücken zu kehren.

Am Abend ist es soweit! Die Palestis verläßt den Hafen von Rijeka in Richtung Griechenland. Mitten in der Nacht wird das Schiff vom Sturm überrascht, und der Kapitän entscheidet sich, in den Hafen zurück zu kehren. Aber sie schaffen es nur bis Crkvenica, eine Stadt 30 Kilometer südlich von Rijeka. Nach anstrengender Fahrt wurde der Frachter endlich festgemacht, aber in keinem sicheren Hafen. Mitten in der Nacht geschah es. Das Schiff wurde durch den Sturm vom festen Anlegeplatz abgerissen und trieb führerlos in den Kanal zwischen Crkvenica und der Insel Krk. Als die Besatzung das feststellte, setzten sie die Motoren in Bewegung. Trotz Vollgas in den Wind fuhr das Schiff rückwärts auf die Insel Krk zu. Als letztes Mittel blieb, die vier Anker mit Ketten in das Wasser zu werfen, damit es im seichten Wasser am Grund festbleibt. Vergebens! Das Schiff zerschellte an der Insel Krk und ging unter. Sieben Mann Besatzung starben, sechs auf dem Schiff und ein Matrose, der es an das Festland schaffte, lief in die verkehrte Richtung und erfror bei einem Felsbrocken, hinter dem er Schutz suchte. Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, daß der Kapitän das Schiff nicht verlassen hatte, sondern mit ihm in seiner Kapitänskabine unterging. Heute gehört dieser Tauchplatz zu den Sehenswürdigkeiten der Insel Krk. Der Kapitän wurde fünf später aus dem Wrack geborgen und beerdigt. Seit März 1989 ist dieser Tauchplatz offiziell von den kroatischen Behörden als Tauchplatz freigegeben.

Aber in der Zwischenzeit haben Wrackräuber ihr Unwesen getrieben, und Vieles wurde von dem Wrack entwendet. Heute wartet die Palestis auf die Taucher, um sie noch einmal in die Vergangenheit zu begleiten. Sie liegt mit dem Kiel auf sandigem Meeresgrund in einer Maximaltiefe von 33 Metern. Von der Holzladung ist nichts übriggeblieben, weil das Holz im Laufe der Zeit zur Oberfläche auftrieb und von den Einheimischen geborgen wurde. Täglich kommen Taucher, um sich dieses Wrack anzuschauen. Selbst vor der THISTLEGORM und der SALEM EXPRESS muß sich die PALESTIS nicht verstecken. Maschinen- und Mannschaftsräume dürfen nur von Tauchern mit einer Technical Diving Ausbildung betaucht werden, denn sie bergen Gefahren, die für einen Open Water Diver nicht berechenbar sind.Zwischen den beiden Ladeluken befindet sich der Mast. An seinem Grund ist eine Kiste mit versteinertem Besteck, das einige Beschädigunge.

Meine Empfehlung für einen idealen Tauchgang ist: Am Mast abtauchen und am Grund angelangt, in Heckrichtung tauchen. An den Aufbauten vorbei und an der Wrackwand runter bis an die Schiffsschraube. An der Schraube wieder hoch zu den Heckaufbauten. Zu sehen gibt es die Eingänge zu dem Maschinenraum, den Mannschaftsräumen und dem WC. Leider ist in dem WC nur noch ein Waschbecken, der Rest ist von Wrackräubern entfernt worden. Weiter sollte man zu den Ladeluken tauchen und sich nach vorne zum Bug durchkämpfen.

Bei guter Sicht empfiehlt sich auch das Betauchen von den Laderäumen. Am Bug angelangt, kann man Korallen betrachten, die bevölkert sind von Nacktschnecken. Wenn man wieder auf der Steuerbordseite zum Heck taucht, sollte man sich vor dem Ladebaum in Acht nehmen, denn ein Hängenbleiben ist leicht möglich. Wenn man an den Heckaufbauten zum zweiten Mal ankommt, sollte man sich für die Fischschwärme Zeit nehmen, die das Wrack zu Ihrem Zuhause erklärt haben.

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